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Rauchen belastet OP-Wunden

20-08-12 15:36
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plastische chirurgie

Rauchen belastet OP-Wunden

Schlechtere Wundheilung bei Rauchern

Nach einem chirurgischen Eingriff kann sich die Wundheilung manchmal verzögern: Chirurg Lars Tue Sørensen wies in einer Studie nach, dass Raucher oder Patienten, die früher geraucht haben, ein vielfach höheres Risiko als Nichtraucher haben. Im Vergleich der beiden Gruppen heilten Wunden bei Nichtrauchern schneller und es traten am seltensten Wundkomplikationen nach einer Operation auf.

Der Studie nach erhöht sich bei Rauchern das Risiko, dass Zellstrukturen zerfallen und Körpergewebe abstirbt, um das 3,6-fache. Folge dieser sogenannten Nekrosen: Die Blut- und Nährstoffversorgung wird blockiert. Das abgestorbene Gewebe verzögert so die Wundheilung und muss operativ entfernt werden. Um das Zweifache erhöht sich bei Rauchern zudem das Risiko, dass sich die Wundheilung verzögert oder die bereits genähte Wunde wieder öffnet (Wunddehiszenz). Rauchen ist jedoch nicht der einzige Risikofaktor für eine schlechtere Wundheilung und Wundinfektionen. Meist haben Raucher im Vergleich zu den Nichtrauchern zusätzliche Begleiterkrankungen.

Lars Tue Sørensen, Chirurg an der Universität Kopenhagen, wertete etwa 140 Studien aus, die größtenteils Brustoperationen und deren Wundheilung sowie Wundinfektionen nach dem Eingriff untersuchten. Insgesamt wurden die Daten von rund 480.000 Patienten analysiert, die zum Zeitpunkt der Studien Raucher oder Nichtraucher waren.

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